Kurse und Veranstaltungen Hochschuldidaktik & Lehrentwicklung Universität Bern

Workshop Agile Hochschuldidaktik [NEU!]

Lehr-Lern-Prozesse situativ bzw. kollaborativ zu gestalten, kann Lernintensität und Involvierung sowie Zielerreichung und Selbststeuerungsfähigkeiten steigern: Warum und wie?

Ziele

  • Aktivität der Studierenden stärken und kollaborativ in der eigenen Lehre einbeziehen
  • Über zusätzliche Herangehensweisen verfügen, die zu vertiefter Zielerreichung der Studierenden beitragen
  • Mit erweiterten Formen die eigene Arbeit als Lehrende*r zu mehr Sinnorientierung und weniger Überlast (Burnout-Prophylaxe) steuern können (eine Maschine, die Unterricht vorbereitet, wird eingeführt).
  • Selbstverständlicher mit schwierigen Situationen ebenso wie besonderen situativen Chancen in der Lehre umgehen können
  • Das Methodenrepertoire für die Lehre durch Eigenentwicklungen ausbauen, die vom Ansatz der Agilität inspiriert sein können

Inhalte

  • Unterscheidung von Planung und Vorbereitung
  • Agilität als Konzept: Herkunft und «agile manifesto»
  • Agilität und Bildung: Historische und gegenwärtige Konzepte
  • Kraftvolle Ziele geben Orientierung für didaktische Entscheidungen
  • Lernwirksamkeit: zum Stand der Forschung – Bezug zu Agilität
  • Wahrnehmungsmethoden: Wo stehen die Studierenden gerade jetzt?
  • Lebendiges Methodenrepertoire
  • Heterogenität als Normalfall
  • Spezialfälle wie online-teaching und grosse Gruppen

Arbeitsweise

Individuelle Vorbereitung – Präsenztag – Online-Follow-Up

In der Vorbereitungsphase verschaffen sich die Teilnehmenden mit geringem Aufwand einen Einblick in die Idee «agile Hochschuldidaktik» und notieren aufkommende Fragen und Anliegen. Diese bilden den Ausgangspunkt für den Präsenztag vor Ort: Konzeptuelle Fragen werden geklärt, der Ansatz wird gemeinsam weitergedacht und die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, inspiriert davon direkt an konkreten Fragen aus dem eigenen Lehralltag zu arbeiten. Zwischen diesem Tag und dem einige Wochen später folgenden halbtägigen Online-Treffen ist Raum, um selbst kleine Experimente mit dem Ansatz in der eigenen Lehre zu machen. Über diese kann nun am abschliessenden Online-Halbtag ausgetauscht werden, um daraus wieder neue didaktische Entwicklungen und Varianten abzuleiten.

So werden praktische Übungen, Gelegenheiten für eigene Umsetzungen und theoretische Inputs ebenso wie kritische Diskussionen und gemeinsames Weiterdenken am Thema zu einem integralen Kompetenzaufbau zusammengefügt.

Der Workshop selbst wird als agiler Prozess gestaltet und gibt den Teilnehmenden so Gelegenheit, diese Herangehensweise zu erleben, kritisch zu beäugen und in individueller Adaption ins eigene Lehrmethodenrepertoire zu integrieren.

Basisinformationen

Nummer H.21.46
Termine 11.06.2021
Zeiten 9.00-17.00 Uhr
Kursort

Online

Leitung

Arn Christof, Prof. Dr. Dr.

Plätze max. 10 Personen
ausgebucht
Anmeldung möglich in Warteliste
Kurssprache Deutsch
Anmeldefrist bis 21. Mai 2021
Format Einzelveranstaltung von CAS Hochschullehre
Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung.

 

Diese Veranstaltung findet vollständig im virtuellen Raum statt. 

Trägerschaft

Universität Bern, Zentrum für universitäre Weiterbildung ZUW

Hinweise

Teilnahmevoraussetzung für diesen Workshop ist der vorgängige Besuch eines entsprechenden Grundlagenkurses (s. Zulassungsbedingungen)

ECTS-Info

Im Rahmen des CAS Hochschullehre werden für diesen Workshop 0.5 ECTS-Punkte an Modul 1 oder als Vertiefungsveranstaltung angerechnet.

Zielpublikum

Die Hochschuldidaktik der Universität Bern richtet sich an Lehrende und Forschende an Universitäten, Fachhochschulen, pädagogischen Hochschulen sowie an höheren Fachschulen und in der Weiterbildung. Die hochschulübergreifende Zielgruppenkonstellation wird bewusst angestrebt und ist eine der Stärken unseres Programms.

Beschreibung

Je mehr Involvierung der Studierenden, desto mehr Ungeplantes. Je mehr Raum für Ungeplantes, desto mehr Involvierung der Studierenden? Und was ist mit den (gegebenen) Modulzielen?

In dieser Weiterbildung geht es um die theoretischen Hintergründe und die spezifischen praktischen Kompetenzen von Lehrenden, die zu intensivierter Zielerreichung durch den Einbau von Elementen offener Prozessgestaltung in die Lehre führen können.

Agile Hochschuldidaktik thematisiert, dass es lohnenswert ist, in der Lehre die jeweiligen, aktuellen Gegebenheiten, Chancen und Widerstände in der konkreten Situation zu berücksichtigen. Anders gesagt: Wenn Lehrpersonen fortlaufend genau wahrnehmen, was bei den Lernenden passiert, ihr Vorgehen aus dem Moment heraus – durchaus mit einer vorbereiteten Planung im Hinterkopf – an die Erfordernisse anpassen, dann können Lehr-Lern-Prozesse besonders intensiv verlaufen. Das bedeutet allerdings auch, dass die Lehrperson den Unterrichtsverlauf teilweise fortlaufend «erfindet». Die förderlichen Effekte dieses Vorgehens werden seitens der Lernwirksamkeitsforschung bestätigt – unter gewissen Bedingungen.

Das Konzept von Agilität als Prozessgestaltungsform, ursprünglich aus der Industrie stammend, steuert Herangehensweisen bei, um Lehr-/Lernsettings zugleich zielorientiert und offen zu gestalten. Ausgehend von konkreten Fragestellungen aus dem Arbeitsalltag der Teilnehmenden gehen wir der Frage nach, warum Agilität in der Bildung – praktisch und theoretisch – zunehmend Thema wird; und was damit in der Sache gemeint ist.

Besonderes

Die Teilnehmenden erhalten nach Anmeldeschluss einen kleinen Voraus-Denkauftrag.

Zulassungsbedingungen

Vorgängiger Besuch eines der folgenden Grundlagenkurse: «Grundlagen der Hochschullehre», «Basics der Hochschuldidaktik», «Bausteine guter Hochschullehre», «Essentials for Teaching in Higher Education» oder «Basics of Medical Teaching».

Hochschuldidaktik-Workshops sind auch offen für Teilnehmende, welche nicht den gesamten Weiterbildungsstudiengang CAS Hochschullehre absolvieren.

Anmelde- und Aufnahmeverfahren

Die Anmeldung erfolgt elektronisch mittels Online-Anmeldeformular (siehe unten). Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Spätestens kurz nach Anmeldeschluss (3 Wochen vor Kursbeginn) entscheiden die Veranstalter über die definitive Durchführung.
Die Anmeldungen zu den einzelnen Veranstaltungen erfolgen unabhängig von der Anmeldung zum gesamten CAS-Studiengang.

Abmeldungen

Abmeldungen erfolgen zwingend per E-Mail an hd@zuw.unibe.ch.

Kosten

CHF 390.—

Administratives

Für Mitarbeitende der Universität Bern und der PHBern ist der Kursbesuch gratis. Damit nicht Rechnung gestellt wird, müssen Sie sich zwingend mit Ihrer Geschäftsadresse registrieren.

Annullierungsbestimmungen

Ihre Anmeldung ist verbindlich. Bei einer Annullierung nach Anmeldeschluss sowie bei Nichterscheinen oder Kursabbruch gelten die folgenden Annullierungsbestimmungen:

Mitarbeitende der Universität Bern und der PHBern sowie Studiengangsteilnehmende

  • Bei einer Annullierung nach Anmeldeschluss (3 Wochen vor Kursbeginn) wird eine Bearbeitungsgebühr von CHF 100 verrechnet.
  • Eine Kurspräsenz von weniger als 75% wird als Nichterscheinen bzw. Kursabbruch gewertet und zieht die Bearbeitungsgebühr von CHF 100 nach sich.
  • Eine Absenz am ersten Kurshalbtag gilt als Nichterscheinen und zieht die Bearbeitungsgebühr von CHF 100 nach sich.
  • In Ausnahmefällen kann die Bearbeitungsgebühr gegen Vorlage eines Arztzeugnisses oder eines schriftlichen Gesuches erlassen werden. Der Entscheid obliegt der Studienleitung.

Externe Teilnehmende
Es wird die gesamte Kursgebühr in Rechnung gestellt. (Diese Bestimmung entfällt unter Verrechnung einer Bearbeitungsgebühr von CHF 100, wenn die Hochschuldidaktik für die abgemeldete Person eine Ersatzperson finden kann.)

Vgl. Allgemeine Geschäftsbedingungen des Zentrums für universitäre Weiterbildung ZUW (4c: Hochschuldidaktik & Lehrentwicklung).

Kontakt

Universität Bern, Hochschuldidaktik & Lehrentwicklung, Schanzeneckstrasse 1, Postfach, 3001 Bern
Telefon 031 631 55 32
E-Mail hd@zuw.unibe.ch

Anmeldung

Diese Veranstaltung ist ausgebucht.